Astronomie – eine Welt, dem Menschen so nah und doch so fern

Was ist Astronomie

Der Begriff „Astronomie“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie Sternenkunde. Allerdings ist diese Bezeichnung nicht ganz korrekt – zwar beschäftigt sich diese Naturwissenschaft auch, aber nicht nur mit der Erforschung von Sternen. Die Thematik schließt auch unser Planetensystem, Monde, Astroiden sowie andere Galaxien mit ein. Kein anderes Thema hat die Menschen über Jahrtausende derart in ihren Bann gezogen. Die Geschichte der Astronomie hat viele berühmte Namen hervorgebracht, wie Nikolaus Kopernikus oder auch Galileo Galilei. Viele Errungenschaften derer sind heute als Meilensteine der Geschichte bekannt – jedoch sind noch lange nicht alle Geheimnisse gelüftet. Trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – fühlen sich viele Menschen zur Astronomie hingezogen, nicht wenige betreiben es sogar als Hobby.

Wie alles begann

Die Geschichte der Astronomie ist so alt wie die Geschichte der Menschheit. Die ersten schriftlich dokumentierten Aufzeichnungen stammen von den alten Ägyptern. Sie beobachteten den Kreislauf der Sonne, den Lauf der Gestirne und entwickelten anhand dessen sogar eine Art Kalender, mit dem es ihnen möglich war, die Überflutung des Nils vorauszusagen. Die Ägypter waren es auch, die den Tag erstmals in 24 Stunden einteilten – eine Revolution, die bis heute unseren Tagesablauf bestimmt. Doch auch die Babylonier beobachteten die fremden Körper am Himmel und stellten ihrerseits die ersten Forschungen an. In Mesopotamien wurden bereits mathematische Formeln entwickelt, um die zyklisch wiederkehrenden Ereignisse von Sonne, Mond und den Planeten berechnen zu können. Sie waren es auch, die den Tierkreis in zwölf Zeichen einteilten und damit den Grundstein für die Horoskope legten, wie wir sie heute kennen.

Unser Sonnensystem – Sonne, Mond und Sterne

Nach heutigem Stand der Forschung zählt unser Sonnensystem acht Planeten. Merkur, Venus, Erde und Mars werden als so genannte innere Planeten bezeichnet. Merkur ist der sonnennahste und kleinste Planet. Maximale Tagestemperaturen um die 400 °C und nächtliche Temperaturen um die -170 °C machen ihn unbewohnbar. Die Venus ist der zweitinnerste Planet und ist etwa so groß wie die Erde. Auch auf der Venus wäre der Mensch nicht überlebensfähig, da die Atmosphäre zu 95 % aus Kohlenstoffdioxid besteht. Unsere Erde ist der drittinnerste und fünftgrößte Planet des Sonnensystems und besitzt einen natürlichen Satelliten: den Mond (astronomisch richtig als „Erdmond“ bezeichnet). Der Mars ist von der Sonne aus gezählt der vierte Planet. Er wird auch als „Roter Planet“ bezeichnet – diesen Namen verdankt er dem Eisenoxid, der sich in der Atmosphäre und an der Oberfläche befindet. Die äußeren Planeten (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun) werden auch Gasplaneten genannt, da sie zu einem hohen Teil aus leichten Gasen bestehen und nur einen geringen Metallanteil aufweisen. Jupiter darf sich mit rund 140.000 km Durchmesser als der größte Planet im Sonnensystem bezeichnen. Ein besonderer Planet ist auch Saturn, vielen auch als „Ringplanet“ bekannt. Diese Ringe bestehen zu einem Großteil aus Gesteinsbrocken und Eis. Uranus und Neptun sind einander sehr ähnlich, auf beiden Planeten herrschen lebensfeindliche Temperaturen von um die -200 °C. Der Hauptbestandteil beider Planeten ist Wasserstoff und Helium. Pluto hat seinen Planentenstatus verloren und wurde zum „Zwergplaneten“ degradiert.